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Der Edersee ist kein natürlicher See sondern entstand am Anfang des letzten Jahrhunderts durch den Bau der Edertalsperre. Grund des Baus, der von 1908 bis 1914 dauerte, war der Weserschifffahrt und dem Mittellandkanal während trockener Sommermonate genügend Wasser zuführen zu können. Zusammen mit der Diemeltalsperre (Diemelsee) diente der Edersee als riesiges Ausgleichsbecken. Doch es konnte noch weiterer Nutzen aus dem Bau der Sperrmauer gezogen werden. So dient die Edertalsperre auch zur Stromerzeugung aus Wasserkraft. Während des Baus mußten die drei Dörfer Asel, Berich und Bringhausen abgetragen werden und wurden überflutet. Noch heute sind bei sehr niedrigem Wasserstand die Überreste der alten Dörfer zu sehen. Die alte Ederbrücke bei Asel ist sogar begehbar. Am 17. Mai 1943 brach über den Edersee eine große Katastrophe herein. Britische Bomber griffen die Sperrmauer an und sprengten ein großes Loch in die Sperrmauer. Eine gigantische Flutwelle schoss blitzartig durch das Edertal und kostete 68 Menschen das Leben. Über 200 Häuser wurden bei diesem Angriff zerstört. Doch bereits weniger als ein halbes Jahr später waren die Reparaturen abgeschlossen und der Edersee konnte seinen Betrieb wieder aufnehmen. Weitere Sanierungsarbeiten fanden dann in den 90er Jahren statt.
Rund um den Edersee
Der Edersee ist ca. 27 Kilometer lang, über 40 Meter tief und an der breitesten Stelle fast einen Kilometer breit. Genügend Raum also für eine Vielzahl an Wassersport- und Freizeitangeboten. So ist der Edersee ein beliebter Ort für Segler und Surfer. Auch Taucher kommen nicht zu kurz, denn auf dem Grund des Edersess gibt es durch die versunkenen Dörfer viel zu entdecken. Für Angler bietet sich der Edersee als eines der fischreichsten Gewässer Deutschlands an. Hoch über dem Edersee thront das Schloß Waldeck. Umgebaut zum Hotel mit Restaurant und integriertem Museum, bietet das Schloß einen atemberaubenden Blick auf den Edersee und die Sperrmauer.
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